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Stadtteilforum Marienfelde

In Marienfelde fand am 21. November wieder das Stadtteilforum statt. In diesem Rahmen findet zwei Mal jährlich ein Austausch über örtliche Themen statt. Der Abgeordnete Harald Gindra, der in seinem Büro in in der Hildburghauser Str. 29 Sprechstunden anbietet, war ebenso vor Ort wie Elisabeth Wissel, Martin Rutsch und Katharina Marg aus dem Bezirksparlament (BVV). Anwohner_innen tauschten sich untereinander und mit der Bürgermeisterin, sowie dem Baustadtrat aus. Diskutiert wurde über die Zukunft des Ponyhofs. Hier plant das Bezirksamt zusammen mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft 200 neue, bezahlbare Wohnungen. Der Ponyhof würde Stück für Stück verlegt und für das Wäldchen Ersatz geschaffen werden. Das Bebauungsplanverfahren mit einer öffentlichen Beteiligung wird nun beginnen und 2 Jahre dauern. Es ging auch um Schul- & Kitaplanung. Der Kita im Luckeweg versprach der Baustadtrat, sich gegenüber der Degewo für eine Verbesserung einzusetzen. Zur Marienfelder Grundschule fragte eine Großmutter, weshalb die Kinder umziehen mussten. Die anwesende Schulleiterin antwortete. Das kostenlose Schulessen führte dazu, dass nun 600 Mittagessen angeboten werden müssen. Dafür war in der alten Mensa kein Platz. In die neue Gustav-Heinemann Oberschule fließen außerdem 44 Millionen Euro, der Rohbau solle bis Herbst nächsten Jahres und das neue Gebäude bis November 2022 bezugsfertig sein. Es ging auch um die Nahversorgung mit Geschäften. 1200 Marienfelder_innen hatten für eine Drogerie in den leerstehenden Läden der Deutschen Wohnen unterschrieben. Leider hatte das Unternehmen seine Teilnahme am Stadtteilforum abgesagt, aber der Bürgermeisterin versprochen, bis Ende des Jahres solle ein Mietvertrag für einige der leeren Geschäfte geschlossen sein. Ein Anwohner mahnte dieselbe Problematik fürs Marienfelder Tor an. Es gab noch viele Anliegen zum Thema Verkehr, sodass im Frühjahr 2020 die Verkehrstadträtin zum Stadtteilforum eingeladen wird. Eine Neuigkeit war noch die Anschaffung eines Lastenfahrrads für die Nachbarschaft. Kostenlos können Leute sich das Fahrrad mit Transportbox beim Haus of Fun im Tischenreuther Ring abholen. Ideen für neue Projekte im Bezirk könnten Anwohner_innen bei einer Neuen Stelle einreichen, nämlich der OE SPK (OrganisationsEinheit Soziale PlanungsKoordination).

Stadtteilforum Marienfelde diskutiert über die Wiederbelebung des Nahversorgungszentrums Hildburghauser Straße

Nachdem Harald Gindra 2017 sein Bürgerbüro in der Hildburghauser Straße eröffnete, fing er gleich damit an, sich für eine Wiederbelebung der Gewerbeeinheiten in der Umgebung einzusetzen. Nach Dialogen mit dem Vermieter und mit den Anwohnern sowie einer Kiezbegehung mit Bezirksbürgermeisterin Schöttler vor einem Jahr, scheint nun langsam Bewegung in die Sache zu kommen. Auf dem Stadtteilforum Marienfelde am 5. Oktober stellte die Deutsche Wohnen in Aussicht, dass ein Drogeriemarkt als Ankermieter in eine der Räumlichkeiten einziehen könnte. Damit wäre einer der Anwohnerwünsche erfüllt und die Chance auf weitere Ansiedlungen stiege erheblich. Die Baugenehmigungen für den Umbau von neun Geschäften ist bereits erteilt.

Darüber hinaus ist eine Kita in freier Trägerschaft in weiteren Räumlichkeiten geplant. Kitaplätze sind natürlich herzlich willkommen, doch die Sache hat einen Haken. In der direkten Umgebung befinden sich keine Grünflächen, die für einen Außen- und Spielbereich geeignet wären. Daher muss für eine abschließende Beurteilung erst die Fachprüfung des Konzepts abgewartet werden. Grund zur Skepsis bietet auch die Möglichkeit, dass der Vermieter, über einen Freien Kita-Träger indirekt in den Genuss von Fördermitteln gelangen würde.

Ein weiterer Wunsch der Anwohner*innen war eine ortsnahe Bank. Hierzu gibt es Überlegungen, zumindest einen Selbstbedienungsschalter der Berliner Sparkasse zu realisieren. Insgesamt sind das alles erfreuliche Nachrichten, schade ist aber, dass erst 2019 mit der Realisierung begonnen werden soll, obwohl schon für den Sommer diesen Jahres Baumaßnahmen angekündigt wurden. Ob die Drogeriekette also dieses Mal nach über zwei Jahren Leerstand nun endlich kommt, ist noch keinesfalls sicher.

Trotzdem kann man verhalten optimistisch sein. Der erste Ankermieter, das Bürgerbüro von Harald Gindra, hat in jedem Fall positive Wirkung gezeigt.