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Wie soll sich Marienfelde weiter entwickeln?

Schon länger ist ein zusammenhängendes Gebiet an der Landesgrenze in Überlegungen zu neuen Wohnungspotenzialen auch in Marienfelde. Rund um eine frühzeitige Beteiligung und Vorlage eines Entwurfs für eine Änderung des Flächennutzungsplans entstand Unruhe. Befürchtungen und Bedenken wurden z.B. auf dem Stadtteilforum am 22. Mai geäußert.

Hier die geplanten Änderungen: www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/fnp/de/buergerbeteiligung/0719.shtml).

Die landeseigene Fläche teilt sich in drei Teile: Südlich des Lichterfelder Rings zunächst ein Gelände, das derzeit hauptsächlich von einem Ponyhof und ein kleinerer Teil von einem Sozialprojekt genutzt wird. Dann kommt eine Fläche, in der sich ein dichtgewachsener Spontanwald entwickelt hat. Der südlichste Teil wird derzeit von der Gustav-Heinemann-OS genutzt, die aber in den nächsten Jahren in einen Neubau ziehen wird.

Um sich ein eigenes Bild zu verschaffen machte Harald Gindra Ende Juni eine Ortsbegehung im "Wilden (Süd-) Westen" Marienfeldes – siehe Bildleiste.
Er konnte mit der Vorsitzenden des Vereins vom Ponyhof (ehrenamtlich betrieben, nicht kommerziell) reden und möchte den Kontakt vertiefend fortsetzen. Der Verein führt gerade Gespräche mit dem Bezirksamt über die Zukunft. Klar ist, dass es für ihn eine Ersatzfläche geben müsste. Eine Online-Petition mit über 2.500 Unterzeichner (Stand 15.7.19) spricht sich für den Erhalt am jetzigen Standort aus, weil er auch wichtige Funktion für die Jugendlichen der angrenzenden Großsiedlung erfüllt.

Die FNP-Änderung ist aber noch in einer frühen Phase: Jetzt werden erstmal die Stellungnahmen zur "frühzeitigen Beteiligung" ausgewertet, der Bezirk wird sich auch entscheiden müssen, welche Alternativen er verfolgt bei den beiden südlichen Gebieten. Dann erfolgt erst das tatsächliche FNP-Änderungsverfahren und ein Aufstellungsbeschluss des Bezirksamts für Bebauungspläne (beides mit erneuten Beteiligungen).
Aber in der Zwischenzeit wäre es wahrscheinlich sinnvoll, eine Einwohnerversammlung durchzuführen, um alle Fragen, ob und warum die Änderungen (auch Ersatzstandort für den Ponyhof - örtliche Anbindung) zu erörtern. 
Klar ist, dass die Flächen in Berlin knapp werden und städtische Wohnungsgesellschaften nur auf landeseigenen Grund leistbare Wohnungen bauen können (50 % zu 6,50 €/qm und Rest unter
10 €/qm für Neubau).